Muss das wirklich sein? 30.000 Kilometer für drei Stück Obst

Ehrlich gesagt soll das kein Schlag mit der Moralkeule sein. Vielleicht ist es aber etwas, worüber man einmal nachdenken kann.

Ein Gespräch über Obst

Neulich habe ich eine Bekannte gefragt: „Sag mal, hast du heute schon Obst gegessen?“ Ihre Antwort kam mit strahlenden Augen: „Ja!“

„Was denn für Obst?“ „Eine Kiwi, eine Banane und einen Apfel.“

Ich habe nachgefragt, woher der Apfel stammte. Sie wusste es nicht genau und vermutete Südtirol. Dann ist dieser Apfel also etwa 800 Kilometer gereist.

Die Banane stammte vermutlich aus Süd- oder Mittelamerika (das wichtigste Exportland ist Ecuador): rund 10.000 Kilometer Reiseweg. Die Kiwi kam vermutlich aus Neuseeland: etwa 18.000 Kilometer. Die mögliche Herkunft habe ich jeweils im Supermarkt überprüft.

Rund 30.000 Kilometer Reiseweg

Drei Stück Obst waren zusammen also rund 30.000 Kilometer unterwegs. Das kann nicht nachhaltig sein, und über die Anbaubedingungen vor Ort haben wir dabei noch gar nicht gesprochen.

Was muss passieren, damit das Obst aus unserer Nachbarschaft die gleiche Wertschätzung bekommt?

Obst aus der Nachbarschaft

Reife Äpfel an einem Baum auf der Streuobstwiese im Heiserfeld

Unsere Äpfel, Birnen, Kirschen und Zwetschgen von den Streuobstwiesen wachsen in einem Umkreis von etwa fünf Kilometern. Auch in Ihrer Nähe gibt es heimisches Obst.

Übrigens habe ich im Supermarkt auch Äpfel aus Südafrika gesehen, und das im September, wenn die ersten heimischen Äpfel längst reif sind.

Mitmachen bei der Neupflanzung

Am 21. November beginnen wir mit der Neupflanzung unserer Obstwiese im „Heiserfeld“. Wer möchte dabei sein? Sprechen Sie uns gern an oder schauen Sie hier auf unserer Angebotsseite vorbei & melden sich an!

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Vom Acker zum Biotop: Baumpatenschaften für Teams im Heiserfeld

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